Wusstest Du schon … Herkunft & Geschichte
Von den ersten haarlosen Hundepopulationen bis zur offiziellen Anerkennung als eigene Rassen
eine Reise durch die Geschichte der Nackthunde.
Frühe Geschichte der Nackthunde
Wissenswertes über die Ursprünge haarloser Hundepopulationen in Mittel- und Südamerika.
Der heutige Xoloitzcuintli und der heutige Perro sin Pelo del Perú gehen auf alte Populationen frei lebender haarloser Hunde in Mexiko und Südamerika zurück.
Archäologische Funde und historische Darstellungen belegen ihre lange Geschichte. Erst wesentlich später wurden diese Hunde züchterisch erfasst und durch eigene Rassestandards beschrieben.
Quelle
Royal SocietyHaarlose Hunde waren bereits vor der europäischen Besiedlung Amerikas verbreitet und ihre Populationen erhielten sich über lange Zeiträume in verschiedenen Regionen, obwohl es noch keine gezielte Zucht im heutigen Sinn gab.
Das zeigt, dass die Haarlosigkeit bereits lange vor jeder modernen Zuchtgeschichte in frei lebenden Populationen bestand.
Die Vorläufer des heutigen Xoloitzcuintli und des heutigen Perro sin Pelo del Perú trugen dieselbe genetische Grundlage für die Haarlosigkeit, ihre Populationen in Mexiko und Peru entwickelten sich jedoch über lange Zeiträume geografisch getrennt voneinander.
Dadurch entstanden trotz der gemeinsamen FOXI3-Mutation unterschiedliche regionale Geschichten und kulturelle Bedeutungen.
Nackthunde in Kultur und Gesellschaft
Welche Rolle Nackthunde in präkolumbischen Kulturen und Traditionen spielten.
Darstellungen haarloser Hunde auf Keramiken, Skulpturen und Grabbeigaben aus Mittel- und Südamerika dokumentieren ihre kulturelle und religiöse Bedeutung.
Sie zeigen, dass diese Hunde über lange Zeit fest mit den Vorstellungen und Traditionen verschiedener Kulturen verbunden waren.
Nackthunde spielten in präkolumbischen Kulturen nicht nur bei religiösen Zeremonien eine Rolle, sondern gehörten auch zum alltäglichen Leben der Menschen.
Ihre Bedeutung reichte damit von der gewöhnlichen Begleitung im Alltag bis zu ihrer besonderen Stellung in kulturellen und religiösen Zusammenhängen.
Nackthunde hatten in Mittel- und Südamerika unterschiedliche Aufgaben und Bedeutungen.
Sie lebten als Begleiter und Wachhunde bei den Menschen, bewachten teilweise heilige Orte und waren Bestandteil von Grabbeigaben, Opfergaben und religiösen Zeremonien. In einigen Kulturen galten sie außerdem als symbolische Begleiter der Verstorbenen auf dem Weg in die Totenwelt.
Quelle
INAH: Grabstätten · INAH: Bestattungsriten · Kulturelle BedeutungDer Chinese Crested Dog
Herkunftsfragen und der Weg des Chinese Crested Dog zur offiziellen Rassestandardisierung.
Die frühe Herkunft des Chinese Crested Dog ist nicht eindeutig geklärt.
Der FCI-Standard überliefert eine Verbindung zur chinesischen Han-Dynastie, kennzeichnet diese historische Zuordnung jedoch nicht als gesichert.
Quelle
FCI-StandardDer Chinese Crested Dog ist seit 1972 durch die FCI endgültig anerkannt.
Die FCI führt China als Ursprungsland und Großbritannien als Patronatsland der Rasse.
Quelle
FCIDie moderne Reinzucht mit Zuchtbüchern, dokumentierten Abstammungen und festgelegten Rassestandards begann erst wesentlich später.
Die heutigen Nackthunderassen beruhen auf Hundepopulationen und genetischen Linien, deren Geschichte deutlich weiter zurückreicht.
Der Perro sin Pelo del Perú
Anerkennung und kulturelle Bedeutung des Perro sin Pelo del Perú in seinem Ursprungsland.
Der Perro sin Pelo del Perú ist seit 1981 durch die FCI endgültig anerkannt und Peru wird als sein Ursprungsland geführt.
Seine Geschichte reicht deutlich weiter zurück als seine formale Einordnung als Rasse.
Quelle
FCIPeru erklärte den Perro sin Pelo del Perú 2001 zum nationalen Kulturerbe und zu einer erhaltenswerten einheimischen Rasse.
Ein staatlicher Schutzausschuss fördert seinen Erhalt, seine verantwortungsvolle Zucht, die Forschung und die Vermittlung seiner kulturellen Bedeutung.
Der Xoloitzcuintli
Herkunft des Namens und der Weg des Xoloitzcuintli zur offiziell anerkannten Rasse.
Der Name Xoloitzcuintli stammt aus dem Nahuatl und „itzcuintli“ bedeutet Hund.
Der Bestandteil „xolo“ steht sprachlich und kulturell in Verbindung mit Xólotl, einer Gottheit, die in der nahua-mexikanischen Glaubenswelt selbst eng mit dem Hund verbunden war.
Der Xoloitzcuintli wurde 1955 erstmals offiziell in Mexiko registriert, erhielt 1956 einen eigenen Rassestandard und wurde 1961 durch die FCI anerkannt.
Seine Geschichte reicht damit wesentlich weiter zurück als seine formale Einordnung als Rasse.
Quelle
Mexikanischer KongressDer Xoloitzcuintli wurde 2016 zum Kulturerbe und Symbol von Mexiko-Stadt erklärt.
Die staatliche Anerkennung unterstreicht seine kulturelle Bedeutung und unterstützt das öffentliche Interesse an seinem Schutz und Erhalt.
Quelle
Mexikanischer Kongress



