Perro sin Pelo del Perú

Der Perro sin Pelo del Perú – der Peruanische Nackthund – stammt aus Peru und gehört zu den alten Hunderassen Südamerikas. Sein auffälligstes Merkmal ist die weitgehende Haarlosigkeit, doch auch bei dieser Rasse gibt es neben den haarlosen Hunden eine vollständig behaarte Variante.

Anders als der kleine Chinese Crested kommt der Perro in drei Größen vor. Dadurch reicht das Erscheinungsbild vom kleinen, leichten Hund bis zum deutlich größeren und kräftigeren Vertreter der Rasse.

Perro sin Pelo del Perú Grande – große Größenvarietät des haarlosen Perus im Stand
© M. Ernst – Sun And Shadow – Perro sin Pelo del Perú Grande

Herkunft und Geschichte

Haarlose Hunde sind in Peru keine Erscheinung der modernen Hundezucht. Darstellungen entsprechender Hunde finden sich auf Keramiken verschiedener präkolumbischer Kulturen und reichen weit in die Zeit vor der Ankunft der Europäer zurück.

Welche direkten verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen diesen historischen Hunden und dem heutigen Perro sin Pelo del Perú bestehen, lässt sich allerdings nicht allein aus solchen Darstellungen ableiten. Sie belegen vor allem, dass haarlose Hunde in der Region bereits seit langer Zeit bekannt waren.

Der Perro ist eng mit seinem Herkunftsland verbunden. Peru erklärte die Rasse im Jahr 2001 zum nationalen Kulturerbe. Auch ihr spanischer Name verweist unmittelbar auf Herkunft und auffälligstes Merkmal: „Perro sin Pelo del Perú“ bedeutet schlicht „haarloser Hund aus Peru“.

Haarlos und behaart

Beim haarlosen Perro ist der Körper weitgehend unbehaart. Eine geringe Restbehaarung kann insbesondere am Kopf sowie an Pfoten und Rute vorkommen. Hautfarbe und Pigmentierung können sehr unterschiedlich ausfallen.

Daneben gibt es die behaarte Variante mit kurzem, glattem und eng anliegendem Fell. Beide Erscheinungsformen gehören zum Perro sin Pelo del Perú.

Dass innerhalb derselben Rasse haarlose und behaarte Hunde vorkommen, hängt – wie beim Chinese Crested und Xoloitzcuintle – mit der Vererbung der Haarlosigkeit zusammen. Mehr dazu findest du im Bereich „Genetik & Biologie“.

Perro sin Pelo del Perú Medium coated – mittelgroße, behaarte Variante im Profil
© O.T. Greenberg – Empire Greenberg – Perro sin Pelo del Perú Medium coated

Erscheinungsbild

Der Perro sin Pelo del Perú ist schlank und elegant gebaut, soll dabei aber harmonisch und kräftig genug erscheinen. Besonders typisch sind seine aufgerichteten Ohren, die aufmerksame Erscheinung und beim haarlosen Hund natürlich die sichtbare Haut.

Die Rasse wird in drei Größen eingeteilt: klein, mittel und groß. Der FCI-Standard sieht für kleine Hunde eine Widerristhöhe von 25 bis 40 Zentimetern, für mittelgroße Hunde von 41 bis 50 Zentimetern und für große Hunde von 51 bis 65 Zentimetern vor.

Durch diese große Spannweite können sich einzelne Perros äußerlich erheblich unterscheiden, obwohl sie derselben Rasse angehören.

Perro sin Pelo del Perú Grande – Porträt eines großen haarlosen Perus
© M. Ernst – Sun And Shadow – Perro sin Pelo del Perú Grande

Wesen und Alltag

Perros werden häufig als ruhig, aufmerksam und ihren vertrauten Menschen gegenüber zugewandt beschrieben. Fremden gegenüber können sie zunächst zurückhaltend sein und beobachten neue Situationen oft erst einmal aufmerksam.

Dabei sind sie keine passiven Hunde. Sie sind bewegungsfreudig, können ausdauernd sein und beschäftigen sich gerne gemeinsam mit ihren Menschen. Gerade die verschiedenen Größen bringen zusätzlich eine gewisse Bandbreite innerhalb der Rasse mit sich.

Wie beim Chinese Crested gilt auch hier: Rassebeschreibungen können nur typische Tendenzen wiedergeben. Temperament und Verhalten des einzelnen Hundes werden ebenso von Persönlichkeit, Aufzucht, Erfahrungen und Haltung beeinflusst.

Mehr über den Perro sin Pelo del Perú

Wer sich ausführlicher mit dem Perro sin Pelo del Perú beschäftigen möchte, findet beim Club für Exotische Rassehunde weitere Informationen zur Rasse, zum Rassestandard und zur Zucht.

Auf „Mehr als nackt“ findest du dagegen vertiefende Informationen zu den Besonderheiten, die Nackthunde betreffen – unter anderem zu Genetik, Haarlosigkeit, Zähnen, Haut, Thermoregulation, Pflege und Gesundheit.