Wusstest Du schon … Haarlosigkeit & Thermoregulation
Warum sich Nackthunde wärmer anfühlen, als sie tatsächlich sind,
und wie sich ihr Körper an Wärme und Kälte anpasst.
Wärmehaushalt und Thermoregulation
Wie Nackthunde ihre Körperwärme regulieren und warum sich ihre Haut anders anfühlt als erwartet.
Die Haut von Nackthunden fühlt sich warm und glatt an.
Weil kein Fell zwischen Hand und Haut liegt, werden Hautoberfläche und Körperwärme beim Berühren unmittelbar wahrgenommen.
Nackthunden fehlt die isolierende Wirkung eines Haarkleids.
Dadurch geben sie Körperwärme direkter an ihre Umgebung ab und nehmen Wärme von außen ebenfalls unmittelbarer auf. Trotzdem verfügen sie über eine gut funktionierende Thermoregulation und können ihre Körpertemperatur wie andere Hunde regulieren.
Quelle
Mota-Rojas et al. 2021Die Haut von Nackthunden ist nicht dünner als die anderer Hunde.
Die Hautdicke variiert wie bei anderen Hunden unter anderem je nach Körperregion – was fehlt, ist das schützende Haarkleid.
Nackthunde schwitzen trotz ihrer unbedeckten Haut nicht wie Menschen über den ganzen Körper.
Wie andere Hunde regulieren sie ihre Körpertemperatur vor allem durch Hecheln. Dabei verdunstet Feuchtigkeit an Zunge und Schleimhäuten und dem Körper wird Wärme entzogen.
Wärme und Sonne
Warum sich Nackthunde in der Sonne schnell aufwärmen und wie sie mit Wärme umgehen.
Nackthunde wärmen sich in direkter Sonne schnell auf.
Ohne schützendes Fell trifft die Sonnenstrahlung unmittelbar auf die Haut und ihre Wärme wird direkt aufgenommen.
Die Haut eines Nackthundes kann sich an warmen Tagen sehr warm anfühlen, ohne dass der Hund deshalb überhitzt ist.
Durch das fehlende Fell ist die erwärmte Haut direkt fühlbar. Entscheidend für eine Überhitzung ist die Körpertemperatur und nicht allein, wie warm sich die Haut anfühlt.
Nackthunde suchen bei Wärme selbstständig kühlere oder schattige Plätze auf.
Auch dieses Verhalten gehört zur Thermoregulation und hilft dabei, eine weitere Erwärmung des Körpers zu vermeiden.
Kälte und Witterung
Wie Nackthunde mit Kälte, Wind und wechselnder Witterung zurechtkommen.
Nackthunde können auch mit niedrigen Temperaturen gut zurechtkommen.
Trotz des fehlenden isolierenden Haarkleids regulieren sie ihre Körpertemperatur unter anderem durch Bewegung und angepasstes Verhalten. Kälte bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein Nackthund friert.
Nicht jeder Nackthund friert bei denselben Temperaturen.
Körpergröße, Bewegung, Wind, Nässe und die individuelle Gewöhnung beeinflussen, wie ein Hund mit Kälte zurechtkommt.
Nackthunde suchen bei kühleren Temperaturen gezielt Wärme.
Ein sonniger Platz, eine warme Decke oder enger Körperkontakt helfen ihnen dabei, Wärme aufzunehmen und den eigenen Wärmehaushalt zu unterstützen. Durch dieses Verhalten können sie selbst sehr gut dazu beitragen, ihre Körpertemperatur zu regulieren.
Zittern ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Kälte.
Durch die schnellen Muskelbewegungen wird zusätzliche Wärme erzeugt – genauso wie bei behaarten Hunden.
Nackthunde nehmen Wind und Nässe direkter auf der Haut wahr, weil das Haarkleid fehlt.
Trotzdem können sie sich auch bei ungemütlichem Wetter gut anpassen und ihren Wärmehaushalt durch Bewegung und angepasstes Verhalten unterstützen.
Kleidung kann für Nackthunde je nach Wetter eine sinnvolle Unterstützung sein.
Bei Kälte, Wind oder Nässe übernimmt sie einen Teil der isolierenden und schützenden Funktion, die bei anderen Hunden das Fell erfüllt.
Junge Welpen können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie erwachsene Hunde.
Mit zunehmendem Alter entwickelt sich ihre Thermoregulation weiter und sie kommen immer besser mit wechselnden Temperaturen zurecht.


