Wusstest Du schon … Wesen & Alltag
Von der engen Bindung bis zu kleinen Eigenheiten im Alltag
was das Wesen von Nackthunden im Zusammenleben ausmacht.

Bindung und Sozialverhalten
Wie Nackthunde Bindungen aufbauen und sich in ihrem sozialen Umfeld verhalten.
Viele Nackthunde suchen besonders gerne die Nähe und den engen Kontakt zu ihren Menschen.
Diese enge Bindung bedeutet aber nicht, dass sie unselbstständig sind. Viele sind sehr anhänglich und verschmust und handeln gleichzeitig durchaus eigenständig und treffen eigene Entscheidungen.
Nackthunde beobachten ihre Bezugspersonen oft sehr aufmerksam.
Sie nehmen Bewegungen, Stimmungen und Veränderungen im Alltag schnell wahr und orientieren sich stark an den Menschen, mit denen sie zusammenleben.
Nackthunde leben schon seit sehr langer Zeit eng mit Menschen zusammen.
Diese lange gemeinsame Geschichte zeigt sich auch heute bei vielen Nackthunden in ihrer ausgeprägten Orientierung am Menschen und ihrer Freude an engem sozialen Kontakt.
Nackthunde haben nicht zwangsläufig nur einen einzigen Lieblingsmenschen.
Viele bauen enge Beziehungen zu mehreren Personen im Haushalt und auch zu anderen Tieren auf. Vertraute Sozialpartner spielen für viele im Alltag eine wichtige Rolle.
Nackthunde suchen engen Körperkontakt nicht nur zu Menschen.
Auch mit anderen Hunden können sie sehr enge soziale Beziehungen entwickeln, gemeinsam ruhen, kuscheln und ganz selbstverständlich die Nähe des anderen suchen.
Manche Nackthunde begegnen fremden Menschen zunächst eher zurückhaltend.
Sie beobachten oft erst in Ruhe und schätzen die Situation ein, bevor sie Kontakt aufnehmen. Bei vertrauten Menschen können sie dagegen ausgesprochen offen, ausgelassen und temperamentvoll sein. Zurückhaltung gegenüber Fremden bedeutet deshalb nicht automatisch Unsicherheit oder Angst.
Auch zunächst zurückhaltende Nackthunde können eine sehr enge Beziehung zu neuen Menschen entwickeln.
Positive Erfahrungen, ein ruhiger Umgang und die Möglichkeit, Kontakt im eigenen Tempo aufzunehmen, schaffen eine gute Grundlage dafür, dass Vertrauen entsteht.

Persönlichkeit und Kommunikation
Wie Nackthunde ihre Persönlichkeit zeigen und mit Menschen und Artgenossen kommunizieren.
Vielen Nackthunden entgeht erstaunlich wenig.
Sie beobachten ihre Umgebung aufmerksam und bemerken oft schon kleine Veränderungen bei Menschen, Abläufen oder in ihrer gewohnten Umgebung. Diese Wachsamkeit kann sich ganz ruhig zeigen und bedeutet nicht automatisch Nervosität oder ständiges Bellen.
Temperament und Bewegungsfreude können auch bei Nackthunden von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein.
Selbst innerhalb derselben Rasse gibt es ruhigere Vertreter ebenso wie ausgesprochen aktive und temperamentvolle Hunde.
Nackthunde können ausgesprochen verspielt und bewegungsfreudig sein.
Ihr oft elegantes oder zierliches Erscheinungsbild sagt wenig darüber aus, wie aktiv und ausgelassen sie im Alltag sind. Viele bleiben auch als erwachsene Hunde verspielt und herrlich albern.
Nackthunde können im Alltag echte kleine Clowns sein.
Ihre verspielte, neugierige und manchmal ziemlich eigenwillige Art sorgt immer wieder für Situationen, die auf uns Menschen ausgesprochen komisch wirken.
Nackthunde bringen oft erstaunlich viel Persönlichkeit mit.
Auch kleinere oder zierlich wirkende Vertreter können ausgesprochen selbstbewusst auftreten, sehr genau wissen, was sie wollen, und das im Alltag auch deutlich zeigen.
Nackthunde können ebenso ausgeglichen und gelassen sein wie behaarte Hunde.
Ein lebhaftes Temperament, hohe Aufmerksamkeit oder schnelle Reaktionen werden manchmal als Nervosität wahrgenommen, obwohl sie nicht dasselbe bedeuten.
Viele Nackthunde sind ausgesprochen kommunikativ und zeigen deutlich, was sie möchten oder von einer Sache halten.
Dafür nutzen sie Körpersprache, Blickkontakt, Mimik und je nach Hund auch verschiedene Laute. Ob ihnen etwas gefällt oder sie von einer Idee eher wenig begeistert sind, bleibt deshalb oft nicht lange verborgen.
Viele Nackthunde beobachten die Körpersprache anderer Hunde sehr aufmerksam.
Haltung, Bewegungen und kleine Signale des Gegenübers werden wahrgenommen und beeinflussen, wie sie selbst auf eine Begegnung reagieren.

Routinen, Ruhe und Wohlbefinden
Wie sich Routinen, Ruhe und Wohlbefinden im Alltag von Nackthunden gestalten.
Viele Nackthunde sind im Alltag sehr anpassungsfähig.
Sie können sich gut auf unterschiedliche Tagesabläufe einstellen und kommen sowohl mit aktiveren Tagen als auch mit ruhigeren Phasen gut zurecht.
Viele Nackthunde schätzen vertraute Abläufe im Alltag sehr.
Sie orientieren sich gerne an wiederkehrenden Routinen, kommen aber trotzdem gut damit zurecht, wenn ein Tag einmal anders verläuft als gewohnt.
Viele Nackthunde erkennen wiederkehrende Abläufe und alltägliche Zusammenhänge erstaunlich schnell.
Bestimmte Uhrzeiten, Handgriffe, Geräusche oder Gegenstände reichen oft schon aus, damit sie wissen, was als Nächstes passiert – die Leine bedeutet Spaziergang, die Tasche vielleicht einen Ausflug und bestimmte Vorbereitungen kündigen die Fütterung an.
Viele Nackthunde können problemlos zwischen Action und Entspannung wechseln.
Draußen wird gerannt, gespielt und die Umgebung erkundet – zu Hause wird anschließend genauso selbstverständlich ausgiebig geschlafen und gekuschelt.
Auch sehr menschenbezogene Nackthunde müssen nicht ständig beschäftigt werden.
Ausgiebige Ruhe- und Schlafphasen gehören genauso zu einem normalen Hundealltag wie Bewegung, Spiel und gemeinsame Aktivitäten.
Viele Nackthunde schlafen mit großer Begeisterung unter Decken und werden dabei zu richtigen kleinen „Höhlenbauern“.
Sie graben und wühlen sich gerne in Decken, Kissen oder andere weiche Unterlagen und bauen sich daraus ihren eigenen warmen und gemütlichen Schlafplatz.
Viele Nackthunde sind echte Sonnenanbeter.
Ein sonniger Platz am Fenster, auf der Terrasse oder im Garten wird gerne zum Ruhen genutzt. Die angenehme Wärme suchen sie dabei ganz gezielt auf.
Viele Nackthunde liegen gerne auf erhöhten Plätzen.
Sofa, Sessel oder andere gemütliche Aussichtspunkte werden gerne genutzt, um von dort aus das Geschehen in ihrer Umgebung zu beobachten.

Lernen, Beschäftigung und Bewegung
Wie Nackthunde lernen, sich beschäftigen und in Bewegung bleiben.
Viele Nackthunde lernen aufmerksam und mit großer Freude gemeinsam mit ihren Menschen.
Ihre starke Orientierung am Menschen kann Training und gemeinsame Beschäftigung erleichtern, weil sie genau beobachten und schnell verstehen, was von ihnen erwartet wird.
Viele Nackthunde haben Spaß an abwechslungsreicher Beschäftigung.
Neue Aufgaben, kleine Suchspiele, Tricks oder gemeinsame Aktivitäten sorgen für Abwechslung und bieten ihnen die Möglichkeit, nicht nur körperlich, sondern auch mit dem Kopf aktiv zu sein.
Nackthunde können auch sportlich echte Allrounder sein.
Je nach Hund sind sie in ganz unterschiedlichen Hundesportarten zu finden – beispielsweise im Agility, Hoopers, Obedience und Rally Obedience, bei der Fährtenarbeit oder im Gebrauchshundesport wie IGP. Das fehlende Fell schränkt ihre sportlichen Möglichkeiten nicht ein.
Xoloitzcuintles werden in Mexiko sogar im Polizeidienst eingesetzt.
Die mexikanische Guardia Nacional führt Xolos offiziell unter den Hunderassen ihrer Hundestaffeln. Die Diensthunde werden unter anderem für Aufgaben wie Suche und Rettung, Detektion und Proximidad Social, also bürgernahe Polizeiarbeit, eingesetzt.
Quelle
Guardia NacionalNackthunde erkunden ihre Umgebung gerne ausgiebig.
Spaziergänge dienen nicht nur der Bewegung – schnüffeln, beobachten und neue Eindrücke sammeln gehören genauso dazu und bieten Beschäftigung für den Kopf.

Zusammenleben und Alltag
Wie das Zusammenleben mit Nackthunden im Alltag gelingt.
Auch Nackthunde können lernen, entspannt alleine zu bleiben.
Ihre häufig enge Bindung an Menschen bedeutet nicht automatisch, dass sie nicht alleine sein können. Wie bei anderen Hunden sollte das Alleinbleiben schrittweise aufgebaut und gelernt werden.
Nackthunde können auch für Hundeanfänger gut geeignet sein.
Entscheidend sind wie bei jedem Hund die individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse des jeweiligen Hundes sowie die Bereitschaft, sich mit Haltung, Erziehung und Pflege auseinanderzusetzen.
Nackthunde können sehr gut mit Kindern zusammenleben.
Wie bei jedem Hund sind ein respektvoller Umgang, klare Regeln und ein altersgerechtes Verständnis für die Bedürfnisse des Hundes die Grundlage für ein entspanntes Zusammenleben.
Nackthunde können sich sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus wohlfühlen.
Sie können genauso gut in einer Wohnung wie in einem Haus leben. Entscheidend ist nicht die Größe oder Art des Zuhauses, sondern dass Bewegung, Beschäftigung, Ruhe und soziale Nähe zu ihrem Alltag passen.
Viele Nackthunde können unkomplizierte Reisebegleiter sein.
Neue Orte und wechselnde Umgebungen sind für viele gut zu bewältigen, wenn vertraute Menschen dabei sind und sie das Reisen kennen. Ob Urlaub, Hotel oder Wohnmobil – entscheidender als der Ort ist häufig, dass der Hund sich dort sicher und wohlfühlt.
Viele Nackthunde begleiten ihre Menschen gerne bei alltäglichen Unternehmungen.
Ob Spaziergang, Cafébesuch, Ausflug oder Besuch bei Freunden – für viele ist weniger entscheidend, wohin es geht, sondern dass sie einfach mit dabei sein können.

Nackthunde im ganz normalen Alltag
Was Nackthunde im ganz normalen Alltag ausmacht.
Bei haarlosen Nackthunden entstehen im Haus oder in der Wohnung kaum Wollmäuse.
Durch die fehlende beziehungsweise geringe Körperbehaarung finden sich auf Kleidung, Möbeln und Böden deutlich weniger Hundehaare als bei behaarten Hunden.
Nackthunde sind im Alltag nicht aufwendiger als behaarte Hunde.
Fellpflege fällt weitgehend weg, dafür gibt es andere Bereiche wie Haut, Zähne oder gegebenenfalls Kleidung, die Aufmerksamkeit brauchen. Der Aufwand ist also vor allem anders verteilt.
Nackthunde sind nicht automatisch allergikergeeignet oder „hypoallergen“.
Allergische Reaktionen richten sich nicht nur gegen Haare, sondern vor allem gegen bestimmte Proteine aus Hautschuppen, Speichel und anderen Körpersekreten. Einzelne Menschen können einen Nackthund trotzdem besser vertragen als andere Hunde.
Nackthunde kommen auch mit Regen, Wind und kühleren Temperaturen gut zurecht.
Viele sind auch bei Regen, Wind und kühleren Temperaturen gerne draußen und aktiv und unterstützen ihren Wärmehaushalt durch Bewegung und angepasstes Verhalten. Wie ein Hund mit schlechtem Wetter und Kälte umgeht, ist dabei individuell.
So außergewöhnlich Nackthunde aussehen – im Alltag sind sie ganz normale Hunde.
Spaziergänge, Spielen, Training, Ruhezeiten und gemeinsamer Alltag unterscheiden sich nicht grundsätzlich vom Leben mit einem behaarten Hund.